Mit den steigenden geopolitischen Spannungen wächst die Gefahr von Konflikten auf der internationalen Bühne. Russlands Aggression gegen die Ukraine und Chinas Selbstbewusstsein haben die westlichen Nationen dazu veranlasst, ihre Verteidigungsfähigkeiten neu zu bewerten. Die Frage lautet nun: Was wird es kosten, die militärische Bereitschaft der NATO zu stärken?

Die Kosten: Zusätzliche 10 Billionen Dollar 
Die NATO fordert ihre Mitglieder auf, zwei Prozent ihres Bruttoinlandprodukts (BIP) für Verteidigungsausgaben zu verwenden. Einige Länder bleiben jedoch weit hinter diesem Ziel zurück. Sicherheitsexperten argumentieren, dass während des neuen Kalten Krieges sogar bis zu vier Prozent erforderlich sein könnten. Für die USA und ihre G7-Verbündeten würde dies in den nächsten zehn Jahren zusätzliche Verpflichtungen von über 10 Billionen Dollar bedeuten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in einer Analyse festhält.

Ein neues finanzpolitisches Paradigma 
Solche Ausgaben würden eine tiefgreifende Veränderung der Finanzpolitik erfordern. Betrachten wir Italien, wo die öffentliche Verschuldung bis 2034 auf 179 % des BIP steigen könnte, verglichen mit den derzeitigen 144 %. Selbst die USA, die bereits 3,3 % ihres jährlichen BIP für Verteidigung ausgeben, würden ihre Schulden auf 131 % erhöhen, wenn sie ihr Militärbudget auf vier Prozent erhöhten. Die «Friedensdividende» nach dem Kalten Krieg schwindet, und die Nationen müssen sich mit den finanziellen Auswirkungen auseinandersetzen.

Chinas militärische Expansion 
Während der Fokus auf der Ukraine und dem Nahen Osten liegt, ist Chinas militärische Aufrüstung ein globales Phänomen. Im Jahr 2024 werden Chinas Militärausgaben um 7,2 % steigen – der höchste Anstieg in fünf Jahren. Malaysia führt die Liste der asiatisch-pazifischen Länder mit einem beeindruckenden jährlichen Wachstum von 10,2 % der Verteidigungsausgaben an. Die Ära der Selbstzufriedenheit ist vorbei, und die Nationen rüsten auf, um ihre Interessen zu sichern.

Die Herangehensweise der Schweiz
Inmitten dieses Aufrüstungswettlaufs sticht die Schweiz hervor. Die Schweizer verwenden bescheidene 0,7 % ihres BIP für Verteidigungsausgaben. Während andere Nationen mit wachsender Verschuldung zu kämpfen haben, kann die Schweiz bis jetzt ihre finanzpolitische Balance halten. Allerdings will der Bundesrat in den nächsten vier Jahren gegen 26 Milliarden Franken in die Armee investieren.

Einige Nationen stehen vor schwierigen Entscheidungen: in ihre Sicherheit investieren oder Verwundbarkeit riskieren. Wie Winston Churchill 1935 warnte: «Die Sturmfront zieht auf.» Es ist an der Zeit, unsere Verteidigung zu stärken, um eine sicherere Zukunft für alle zu gewährleisten.

Die Städte und ihre Vororte ticken ziemlich anders

Prioritäten und Gegensätze in sieben Charts.

«Boom oder Blase?»

Zwei Regierungsräte, ein Thema: Carmen Walker Späh und Heiz Tännler über das Crypto Valley.

Conradin Cramer: «Politik kann man lernen»

«Täglich grüsst das Murmeltier» oder wie man Regierungsrat wird - ein Handbuch

«So wird man Bundesratssprecher»

Der frühere Vizekanzler Oswald Sigg erklärt, welche Anforderungen der Regierungssprecher erfüllen muss – und warum er in der Schweiz eigentlich anders heissen sollte.

Kommandozentrale Wohnzimmer

Das vernetzte Gerät im Wohnzimmer erspart nicht nur den Weg zum Supermarkt, sondern auch gleich den Schwatz mit der Verkäuferin.

Was Sie jetzt über KI wissen sollten

Fünf überraschende Erkenntnisse einer neuen Studie, die zum Umdenken anregen sollten

Digitales Business und die Frauen

Eine repräsentative Umfrage zeigt, wo die grössten Herausforderungen der Verwaltungsräte liegen.

Die Schweiz im Ausnahmezustand

Rückblick auf die zehn grössten Krisen, die unser Land zu bestehen hatte.

Comeback erledigt geglaubter Risiken

Die Forscher beim WEF rechnen mit einem einzigartigen, unsicheren und turbulenten Jahrzehnt