Die Musikindustrie hat im Jahr 2021 einen Rekordumsatz von 25,9 Milliarden Dollar verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr stieg er um 18,5 %. Grosser Treiber dieser positiven Entwicklung sind Streaming-Plattformen wie Spotify. Gemäss dem Jahresbericht der IFPI, der Organisation, die die Musikindustrie weltweit vertritt, stiegen die globalen Einnahmen aus dem Musikgeschäft im vergangenen Jahr vor allem aufgrund des starken Anstiegs des Streaming-Geschäfts, das 65 % der Einnahmen der Branche ausmacht.

Die gesamten Streaming-Einnahmen stiegen um 24,3 % und erreichten 16,9 Milliarden Dollar. Darin enthalten sind werbefinanziertes Streaming sowie die Abos, die 12,3 Milliarden Dollar ausmachen. Insgesamt 523 Millionen Personen bezahlen Audio- und Video-Streaming-Dienste, gegenüber 443 Millionen im Jahr 2020. Die Vereinigten Staaten, Japan und das Vereinigte Königreich waren die drei grössten Musikmärkte.

Vinyl feiert ein Comeback

Die Umsätze aller Formate mit Ausnahme der digitalen Downloads sind im vergangenen Jahr gestiegen. Die Verkäufe von CDs und Vinyl-Schallplatten stiegen zum ersten Mal seit 20 Jahren um über 16 % auf 5 Milliarden Dollar. Besonders beliebt waren Vinyl-Schallplatten, deren Verkäufe um 51,3 % stiegen (gegenüber 25,9 % Wachstum im Jahr 2020).

Die meistverkaufte Künstlerin bei den physischen Formaten war Adele, deren Album «30» sich 4,68 Millionen Mal als CD und 862’000 Mal als Vinyl-Schallplatte verkaufte – in beiden Fällen doppelt so viel wie ihre nächsten Konkurrenten: ABBAs «Voyage» und Harry Styles‘ «Fine Line».

Das grösste Wachstum über alle Formate hinweg gab es im Nahen Osten und Nordafrika mit 35 % gegenüber 2020, während Lateinamerika (31,2 %), die USA und Kanada (22 %), Asien (16,1 %) und Europa (15,4 %) alle Zuwachs im zweistelligen Bereich verzeichneten.

Eine hart umkämpfte Industrie erholt sich

«Der heutige Musikmarkt ist der am stärksten umkämpfte seit Menschengedenken», sagte IFPI-Geschäftsführerin Frances Moore. «Die Fans geniessen mehr Musik als je zuvor und das auf so viele verschiedene und neue Arten.» Heute gibt es keine Eintrittsbarrieren mehr. Jede und jeder kann einen Song aufnehmen und ihn der ganzen Welt zur Verfügung stellen. Täglich würden ca. 60’000 neue Songs auf eine der führenden Plattformen hochgeladen.

Aber das war nicht immer so. Vor einem Jahrzehnt war die Branche verzweifelt, weil mehr als ein Drittel ihrer potenziellen Einnahmen durch digitale Piraterie verloren ging. Im Jahr 2011 warnte die IFPI, dass die digitale Piraterie die europäische Kreativwirtschaft bis 2015 rund 260 Milliarden Dollar kosten werde, wenn nichts unternommen würde.

Zum Glück für die Branche hörten die Regierungen auf diese Warnung. Filesharing-Websites wie Napster erklärten sich bereit, für die Inhalte auf ihren Websites Gebühren zu erheben, oder wurden wie im Fall von Sharebeast in den Vereinigten Staaten deaktiviert.

Heute schafft die Technologie neue Möglichkeiten für die Branche. Frances Moore: «Vom Metaverse bis hin zu Spielinhalten haben die Plattenfirmen in Menschen und Technologien investiert, um den Künstlerinnen und Künstlern neue, äusserst kreative und interaktive Möglichkeiten zu bieten.»

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