Aus dem lateinischen Wahlspruch «citius, altius, fortius» (deutsch: schneller, höher, stärker) ist das noch heute gültige Motto der Olympischen Spiele entstanden. Dieses Jahr duellieren sich Athletinnen und Athleten in der japanischen Hauptstadt Tokyo. (Foto: Shutterstock)

Die XXXII. Olympischen Spiele in Tokio finden mit einem Jahr Verspätung statt, trotz der grossen Bedenken wegen des Coronavirus. Zehntausende von Athletinnen und Athleten, Betreuern und Journalisten sind in die japanische Metropole gereist. Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen allerdings nicht in die Sportstätten, da in Tokio der Ausnahmezustand verhängt wurde.

Tokio 2020 sollen die «grünsten Olympischen Spiele aller Zeiten» werden, die mit erneuerbaren Energien durchgeführt werden und recycelte Medaillen verwenden. Die verschobenen Olympischen Spiele 2020 in Tokio finden seit dem 23. Juli 2021 statt, trotz Bedenken über einen starken Anstieg der COVID-19-Infektionen in der Hauptstadt. Hier sind ein paar Schlüsselzahlen zu den diesjährigen Spielen.

0: Die Anzahl der Zuschauer

In Tokio wurde am Montag, 12. Juli 2021, der Ausnahmezustand verhängt. Einheimischen Zuschauerinnen und Zuschauern wurde der Zugang zu allen Veranstaltungsorten der Metropole verboten, dies aufgrund der weit verbreiteten Sorge über eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus. Kabinettschef Katsunobu Kato warb um Verständnis: «Wir möchten die Menschen bitten, die Athleten von zu Hause aus zu unterstützen.» Bereits zuvor war ein Verbot für Gäste aus dem Ausland erfolgt.

33: Anzahl der verschiedenen Sportarten bei den diesjährigen Olympischen Spielen

Bei den Spielen in Tokio 2020 werden 339 Medaillen in 33 Sportarten an 42 Austragungsorten vergeben. Fünf Sportarten – Baseball/Softball, Karate, Sportklettern, Skateboarding und Surfen – sind erstmals olympisch, während einige – darunter Basketball – neue Disziplinen dazugewonnen haben.

11’500: Anzahl der Athletinnen und Athleten in Tokio 2020

Rund 11’500 Athletinnen und Athleten sollen in Tokio 2020 an den Start gehen, wobei die Geschlechterverteilung bei 51 Prozent Männern und 49 Prozent Frauen liegt. Bei den Paralympics beträgt der Anteil Frauen 40,5 Prozent.

80 Prozent: Hoher Anteil Geimpfter im olympischen Athletendorf

IOC-Präsident Thomas Bach hat gesagt, dass er davon ausgehe, dass bis zum 23. Juli mehr als 80 Prozent der 11’500 Personen im Athletendorf geimpft sein werden. Allen Sportlerinnen und Sportlern wurde die Impfung dank eines speziellen Abkommens zwischen Pfizer-BioNTech und dem IOC angeboten. Sollte ein Athlet positiv getestet werden, könnte er in ein Isolationshotel verlegt werden, was ihn jedoch von allen seinen Wettkämpfen ausschliesst.

2,93 Millionen Tonnen: Menge an CO2 bei «grünsten» Spielen ever

Die Organisatoren von Tokio 2020 hoffen, die grünsten Spiele aller Zeiten zu veranstalten, indem sie 2,93 Millionen Tonnen CO2 ausstossen, verglichen mit den 3,3 Millionen Tonnen, die in London 2012 erzeugt wurden. Erneuerbare Energiequellen werden den gesamten Strom der Spiele liefern, und an allen Austragungsorten werden ausschliesslich LED-Leuchten verwendet. Die Medaillen werden aus Edelmetallen gegossen, die aus 6,2 Millionen veralteten Mobiltelefonen wiedergewonnen wurden. Die Podien bestehen aus recyceltem Plastik, das aus dem Meer eingesammelt wurde.

62 Prozent: Anteil der Japanerinnen und Japaner, die gegen Tokio 2020 sind

Fast zwei Drittel (62 Prozent) der japanischen Wählerinnen und Wähler, die am 21. Juni 2021 befragt wurden, sind der Meinung, dass Tokio 2020 verschoben oder abgesagt werden sollte, verglichen mit nur 34 Prozent, die finden, dass die Spiele in diesem Jahr stattfinden sollten. Die letztgenannte Zahl markierte jedoch einen signifikanten Anstieg im Vergleich zum Vormonat: Im Mai sprachen sich gerade mal 14 Prozent für die Austragung in diesem Sommer aus. In der Zwischenzeit forderten 6000 Ärzte, die von der Tokyo Medical Practitioners Association vertreten werden, eine Absage der Spiele und sagten, sie hätten «keine freien Kapazitäten» in den Krankenhäusern der Stadt.

15,4 Milliarden Dollar: Betrag, den Japan bisher für Tokio 2020 ausgegeben hat

Offiziell hat Japan bisher 15,4 Milliarden Dollar für die verschobenen Olympischen Spiele ausgegeben, wobei bis auf 6,7 Milliarden Dollar alles zu Lasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ging.

Das macht Fake News so erfolgreich

Weshalb Falschmeldungen unseren Nachrichtenalltag immer mehr durchdringen – und was dagegen hilft.

Warum Liebe und Nette bessere Wahlchancen haben

Die aktuelle Wachstumsschwäche verstellt den langfristigen Blick auf die steigenden Compliance-Anforderungen

Schweiz gewinnt Rang im globalen Steuerranking

Bester Europäischer Staat nach Estland und Litauen, wenn es um die Einfachheit im Steuersystem geht.

«Die EU braucht mehr Demokratie»

Ex-Vizekanzler Erhard Busek über den Brexit und das Verhältnis zwischen der EU und der Schweiz.

Die Schweiz und die Nato: «Flirten ja, heiraten nein»

Stefan Holenstein, Präsident der Landeskonferenz der militärischen Dachverbände, erklärt, welchen Beitrag unser Land jetzt zur europäischen Sicherheitsarchitektur leisten soll.

Plädoyer für eine algorithmische Direktdemokratie

Lasst die Daten entscheiden, kommentiert HSG-Professorin Miriam Meckel. So würde die Bevölkerung besser repräsentiert.

Reputation auf dem Tiefpunkt

Wie Führungskräfte ihren guten Ruf und das Vertrauen in die Organisation wiederherstellen.

«Die Entfremdung von Wirtschaft und Politik bereitet mir Sorgen»

Für den Headhunter Sandro V. Gianella wäre es wichtig, dass Schweizer Verwaltungsräte und Politiker mehr miteinander zu tun hätten – gerade angesichts der grossen wirtschaftspolitischen Baustellen. Doch dieser Wunsch sei leider unrealistisch.

Wo China die Nase vorne hat

Acht überraschende Fakten über die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt.