Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice unter Stress leiden, könnte das auch mit Fehlern in der Führung zu tun haben. (Foto: Shutterstock)

Zu viele Projekte, verteilt auf zu wenige Menschen, die zu wenig Zeit und Ressourcen zur Verfügung haben – wenn das alles zutrifft, dann ist Stress am Arbeitsplatz nicht nur vorprogrammiert, sondern wohl schon länger Realität. Doch wie können Führungskräfte dem entgegenwirken? Das US-Magazin Forbes hat sich kürzlich auf die Suche nach Antworten gemacht. Diese vier Bewusstseinsschritte führen zu weniger Stress:

1. Zuerst sollte man als Chef oder Chefin die eigene Rolle in der sogenannten «Stresskalation» anerkennen. Das bedeutet nichts anderes, als dass man seinen Stress nicht weitergibt. Wenn Führungskräfte gestresst sind, übertragen sie ihre Anspannung auf das Team. Sie agieren nervös, ordnen Projekten eine falsche Dringlichkeit zu und sprechen anders. So erheben viele Vorgesetzte in schwierigen Momenten ihre Stimme, was den Mitarbeitenden Stress signalisiert. Es entsteht ein Domino-Effekt, bei dem der eigene Stress zum Stress von anderen wird, die ihn genauso weitergeben. Egal, wo der Stress herkommt: Für die Führungskraft liegt die wichtigste Aufgabe in diesen Momenten darin, den Stress zu stoppen und die weitere Eskalation zu vermeiden. Je ruhiger der Kapitän, desto fokussierter die Mannschaft.

2. Der zweite Schritt ist ebenso wichtig wie einfach: Man sollte hybrides Arbeiten als «Work in Progress» betrachten: Wenn die Mannschaft grösstenteils im Homeoffice arbeitet, so ist das keine leichte Abwandlung der bisherigen Arbeitsweise, sondern eine völlig neue Art der Zusammenarbeit. Führungskräfte dürfen sich darum nicht nur um Äusserlichkeiten wie die technische Ausstattung oder die Neugestaltung von Büros kümmern, sondern müssen sich damit beschäftigen, wie hybrides Arbeiten am besten gelingt. Das beginnt damit, dass man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuhört. Sie können einem am besten und am schnellsten erklären, wie sich die Prioritäten verändert haben.

3. Nun folgt der dritte Schritt: Nehmen Sie die Zügel wieder stärker in die Hand! Wie Untersuchungen ergeben haben, neigen Führungskräfte in herausfordernden Zeiten dazu, das Team eher über Stellvertreter zu lenken. Mark Mudford, der Führungskräfte coacht, sagt dazu zu Forbes: «Es ist der Versuch des Häuptlings, den Stamm in die Arbeit einzubinden, aber auf die völlig falsche Weise.» Mudford findet, dass eine Führungskraft in diesem Moment tatsächlich ihre Verantwortung abgebe. Eine gute Führungskraft soll zwar das Team einbinden, letztendlich ist es aber ihr Job, die beste Lösung auszuwählen. Expertinnen und Experten warnen daher, dass die indirekte Führung ein Team noch stärker belasten könne.

4. Im vierten und letzten Schritt stehen die Teammitglieder im Fokus: Ihr Wohlbefinden sollte man priorisieren, auf dass die mentale Gesundheit Teil der DNA einer Organisation werden kann. Wer frühzeitig dafür sorgt, den Stress im Betrieb zu reduzieren, wird auch weniger mit dessen Konsequenzen konfrontiert sein: mit stressbedingten Krankheiten oder längerem Arbeitsausfall von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – egal ob im Betrieb oder im Homeoffice.

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